Lena Deike
 - 18. Juni 2020

Die 3 besten psychologischen Instrumente für ein erfolgreiches Selbstmarketing

Successful mature businesswoman

Bestimmt haben Sie sich als Freiberufler mit der Vermarktung Ihrer Person bereits beschäftigt. Dabei haben Sie eventuell festgestellt, dass ein wirklich gutes Selbstmarketing nicht leicht von der Hand geht. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen 3 wertvolle psychologische Instrumente vorstellen, mit denen Sie Ihr Eigenmarketing vorantreiben können. 

1. Verwenden Sie eine positive, bejahende Sprache

Psychologen der Universität Jena haben mittels bildgebender Verfahren die Wirkung gehörter Worte im Gehirn erforscht. Sie zeigen, dass Vokabeln wie „quälend“ oder „zermürbend“ das Schmerzzentrum im Hirn genauso aktivieren wie Nadelstiche. Versuchen Sie deshalb eine bejahende, positive Sprache zu verwenden. Die Sprachwissenschaftlerin Mechthild von Scheurl-Defersdorf macht deutlich, dass sich eine positive Wortwahl zum einen positiv auf die innere Haltung auswirkt und es zum anderen leichter macht, Ziele zu erreichen. Packen Sie Ihre Kunden unbewusst mittels einer psychologischen Wortwahl!

2. Vermeiden Sie kognitive Fallen (Confirmation Bias)

Confirmation Bias bezeichnet eine kognitive Falle, in der wir dazu neigen, einmal gefasste Meinungen beizubehalten, sodass sie sich verfestigen – kurz: Schubladendenken. Doch wie kommt es dazu? Und wie können Sie dieser Falle entgehen? Der Weg dorthin geschieht durch selektive Wahrnehmung: Sie nehmen nur noch solche Informationen auf, die in Ihr Weltbild passen. Der Rest wird ausgeblendet.

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Auch Erfolg kann so zur Falle werden: Wenn Sie sich in Ihrem Denken bestätigt fühlen, reduzieren Sie Ihre geistige Flexibilität und eliminieren jeden Querdenker-Impuls. Das kann dann zum Problem werden, wenn Sie voreingenommen auf Projektsuche gehen oder denken, dass Sie Ihre Ideen ausgeschöpft haben. Versuchen Sie sich selbst zu reflektieren und aus gewohnten Mustern auszubrechen. Hilfreich hierbei kann der Gedanke an das sogenannte Tabula Rasa (bildlich für ein leeres Blatt, welches durch nichts vorgeprägt ist) sein.

3. Bedienen Sie sich der Big Five

Einen wichtigen Punkt vergessen die meisten Menschen beim Thema Selbstmarketing: Die Persönlichkeit! Die wenigsten Ihrer Konkurrenten werden sich Gedanken über zwischenmenschliche Passungen oder Persönlichkeitseigenschaften gemacht haben. Die meisten fragen sich dabei: Wofür auch? Dabei ist eine zwischenmenschliche Passung die Voraussetzung für jede (positive) Interaktion.

Nehmen Sie sich das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit (auch Big Five genannt) zur Hilfe und versuchen Sie, sich und Ihre potenziellen Kunden zu verstehen:

  1. Offenheit für Erfahrungen: Beschreibt Menschen, die erfinderisch und neugierig sind. Vorsichtige oder konservative Menschen werden Schwierigkeiten haben mit diesen Menschen zu harmonieren.
  2. Gewissenhaftigkeit: Beschreibt Menschen, die organisiert und effektiv sind. Nachlässige Menschen werden hier nicht auf Resonanz stoßen.
  3. Extraversion: Beschreibt Menschen, die gesellig und aktiv sind. Mit reservierten und zurückhaltenden Menschen kommt es des Öfteren zu Konfliktpunkten.
  4. Verträglichkeit: Beschreibt Menschen, die kooperativ, freundlich und mitfühlend sind. Sie stehen häufig mit wettbewerbsorientieren und antagonistischen Personen im Konflikt.
  5. Neurotizismus: Beschreibt Menschen, die verletzlich und überemotional sind (häufig wird von Labilität gesprochen). Sie stellen den Gegenpol zu selbstsicheren, gefassten Menschen dar.

Reflektieren Sie zunächst, welche Eigenschaften (egal ob gut oder schlecht) auf Sie zutreffen. Versuchen Sie, wenn möglich, in kommenden Kundengesprächen die Persönlichkeit Ihres Gegenübers ausfindig zu machen. Vielleicht finden Sie Parallelen, auf denen Sie aufbauen können und ein Folgeauftrag oder eine Weiterempfehlung kommt von ganz alleine!

Noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zu den psychologischen Instrumenten und deren Anwendung? Dann melden Sie sich gerne bei uns!



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