Anisa Canaj
 - 29. Juli 2020

Smalltalk und aktives Zuhören im Business: So funktioniert’s!

So funktioniert Smalltalk und aktives Zuhören im Business

Smalltalk führen klingt leicht, ist es aber nicht immer. Oft fehlt gerade im Business der Gesprächsstoff und es kommt zu unangenehmer Stille. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen Wege auf, wie Sie im Business richtig Smalltalk führen und wie Sie es schaffen, aktiv zuzuhören.

Finden Sie einen guten Einstieg

Beginnen Sie das Gespräch am besten mit einem Lächeln. Ein Lächeln wirkt nämlich sympathisch und öffnet den Kunden für ein Gespräch. Um das Eis zu brechen, sollten Sie immer mit offenen Fragen arbeiten. Diese geben Ihrem Gegenüber nämlich die Möglichkeit, mehr über ein Thema zu erzählen, woraus sich oft wie von allein eine Unterhaltung entwickelt. Gute Anfangsthemen sind bspw. das Wetter, die Anreise, der Arbeitsplatz, persönliche und berufliche Interessen sowie Restaurants.

Es bietet sich zudem an, die Umgebung des Kunden zu beachten. Bilder sind zum Beispiel gute Aufhänger. Wenn ein Familienbild oder der Kunde bei der Ausführung seines Hobbys zu sehen ist, können Sie hierüber den Smalltalk starten. Im Regelfall plaudert Ihr Gegenüber gerne über seine Leidenschaften. Achten Sie allerdings auch auf die Körpersprache Ihres Gesprächspartners, um zu schauen, ob das Thema angenehm für ihn ist. Sollte Ihr Gegenüber nicht auf das Thema anspringen, dann wechseln Sie den Aufhänger.

Entscheiden Sie sich stets für positive und verzichten Sie auf heikle Themen. Vermeiden sollten Sie Inhalte zu Politik, Religion, Beziehungen und Partnerschaften. Sie treten auch schnell ins Fettnäpfchen, wenn Sie Finanzielles oder Negatives über Kunden, Wettbewerber, Kollegen oder den Arbeitgeber ansprechen. Schließen Sie das Gespräch am besten ab, indem Sie Kontaktdaten austauschen oder sich auf Xing bzw. LinkedIn vernetzen und Ihre Visitenkarte verteilen. Auf diese Weise signalisieren Sie, dass Sie an einer Fortsetzung des Kontaktes interessiert sind.

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Signalisieren Sie Interesse

Ein guter Zuhörer vermittelt seinem Partner das Gefühl der Wertschätzung und weckt Vertrauen. Hierdurch gelingt es Ihnen, Beziehungen aufzubauen und zu vertiefen. Wer ehrliches Interesse an seinem Gesprächspartner zeigt, erfüllt eine wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Smalltalk. Neben Gesprächsinhalten spielen Körpersprache, Gestik und Mimik eine genauso wichtige Rolle. Sie signalisieren Ihrem Gegenüber durch eine offene Körperhaltung, direkten Augenkontakt, ein Lächeln oder ein zustimmendes Nicken Interesse. So sorgen Sie nämlich für eine positive Grundstimmung.

Zwischenfragen motivieren dazu, das Gespräch am Laufen zu halten. Auch das Mitschreiben ist ein Zeichen von aktivem Zuhören. Beim aktiven Zuhören kommt es vor allem auf eine empathische und offene Grundhaltung und die Akzeptanz und positive Beachtung des Gesprächspartners an. Wer sich die Zeit nimmt, zuzuhören, erhält wertvolles Wissen und lernt, Situationen und Menschen besser einzuschätzen.

So lesen Sie zwischen den Zeilen

Wer gut zuhört, erkennt auch das, was zwischen den Worten mitschwingt. Er kann die Beweggründe und Bedürfnisse des Gegenübers besser beurteilen. Gerade diese Informationen sind wertvoll, um mit Menschen konstruktiv zusammenzuarbeiten. Außerdem lassen sich so Missverständnisse und Fehlentscheidungen vermeiden.

Aktives Zuhören können Sie außerdem durch Übung trainieren. Verbale Mittel, die aktives Zuhören signalisieren, sind:

  • Zustimmung,
  • Wiederholungen,
  • Nachfragen,
  • Emotionen und
  • Knappheit.

Zustimmung beruhigt den Gesprächspartner und bringt ihn auf Ihre Seite. Wenn Sie der gleichen Meinung sind, dann sollten Sie mit „Verstehe“, „Genau“ oder einem einfachen Nicken zustimmen.

Achten Sie auf die Emotionen Ihres Gesprächspartners

So achten Sie auf Emotionen Ihres Gesprächspartners beim Smalltalk und aktivem Zuhören im Business

Mit Wiederholungen stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben und machen ihm Mut, weitere Informationen mit Ihnen zu teilen. Eine Wiederholung können Sie mit „Verstehe ich richtig…“ oder „Meinen Sie damit, …“ beginnen. Stellen Sie zudem Nachfragen, wie „Wie genau?“, „Warum?“ oder „Was meinen Sie genau damit?“, um die Beweggründe kennenzulernen.

Gehen Sie auch auf die Emotionen Ihres Gegenübers ein und hören Sie zu, welche Gefühle und versteckten Botschaften mitschwingen. Formulierungen wie „Ich habe das Gefühl, dass…“ oder „Das hört sich so an als ob, …“ helfen Ihnen dabei, den Gesprächspartner auch emotional abzuholen.

Überlassen Sie Ihrem Gesprächspartner grundsätzlich den höheren Redeanteil – ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Lassen Sie ihn ausreden und fallen Sie ihm nicht ins Wort. Sie sollten dabei auch Pausen zulassen, damit Ihr Gegenüber eine Botschaft verarbeiten kann.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Niemand wird als Smalltalkmeister oder guter Zuhörer geboren. Nutzen Sie also jede Gelegenheit zum Üben – sei es beim Einkaufen, in einem Café, in der Warteschlange oder anderen Situationen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Tipps dabei weiterhelfen. Wenn Sie noch mehr zu Umgangsformen mit Kunden erfahren möchten, schauen Sie in unseren Artikel dazu: „Knigge für Freiberufler – Umgangsformen, die Sie beim Kunden beachten sollten“.



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