Susanna Fischer
23. September 2020

Freelancer-Vertrag: Diese Merkmale sollten Sie unbedingt beachten

Worauf Sie bei einem Freelancer-Vertrag achten sollten

Als Freelancer sind Sie als externer Experte für viele verschiedene Kunden tätig. Die Projekte sowie die Leistungsinhalte variieren in der Regel, sodass die einzelnen Komponenten im Vertrag individuell festgehalten werden müssen. In diesem Beitrag fasse ich zusammen, welche Aspekte Sie aus unserer Sicht bei den Abstimmungen vor dem Projekt, beim Vertragsschluss sowie nach dem Projekt beachten sollten.

Gespräch und Kennenlernen mit dem Kunden vorab

Vor dem Projektstart sind die allgemeinen Informationen zum Projekt bereits ausgetauscht. Um welches Thema geht es? Welche Leistung soll erbracht werden? Und: Welche Vorstellungen hat der Kunde in etwa bezüglich der Laufzeit? An diesem Punkt fällt meist die Entscheidung, ob das Projekt in Frage kommt oder nicht.

Wir empfehlen an dieser Stelle unbedingt den persönlichen Austausch mit dem Kunden. So können Sie im Voraus offene Fragen klären und erhalten eine detailliertere Vorstellung, welche Erwartungshaltung der Kunde an Sie hat und welche Aufgaben Sie erwarten.

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Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Freelancern und Kunden kennen wir auch eine weitere Komponente, die bei einem persönlichen Austausch bedeutend ist: die menschliche Ebene. Der erste Eindruck entsteht bereits bei einem Telefongespräch und häufig ist auch die Harmonie zwischen den relevanten Parteien entscheidend, wie erfolgreich ein Projekt abläuft. Sollte das Erstgespräch mit dem Kunden positiv ausfallen und auch menschlich harmonieren Sie mit Ihrem Ansprechpartner, so starten Sie mit einem guten Gefühl in das Projekt.

Vertragsinhalte

Welche Vertragsinhalte beim Freelancer-Vertrag beachtet werden sollten

Der Vertrag bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Freelancer und Kunde und sollte daher korrekt formuliert werden. Auch wenn Sie sich im Vorfeld abgestimmt haben, welche Leistungen in dem anstehenden Projekt erbracht werden sollen, ist es wichtig dies in dem Vertrag festzuhalten.

Werk- oder Dienstvertrag

An dieser Stelle ist zu unterscheiden, ob ein Werk- oder Dienstvertrag geschlossen wird. Bei einem Werkvertrag wird das zu leistende Ergebnis, das Werk, im Vertrag festgehalten.  Sie verpflichten sich also dieses festgelegte Ergebnis zu erfüllen.

Sollten Sie einen Dienstvertrag mit dem Kunden schließen, ist kein bestimmter Erfolg definiert, allerdings verpflichten Sie sich eine Leistung zu vollbringen und sich dadurch um den Erfolg zu bemühen.

Remote oder vor Ort

Zu beachten ist ebenfalls, ob der Einsatz vor Ort beim Kunden gewollt ist oder ob Sie auch flexibel aus dem Homeoffice unterstützen können. Der Einsatz vor Ort ist nicht für jeden Freelancer selbstverständlich und sollte aus diesem Grund vertraglich fixiert werden inklusive der Angabe, an welchem Standort unterstützt werden soll.

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Vergütung in Form von Stunden- oder Tagessätzen

Vor dem Projekt wurde die Vergütung vermutlich bereits abgesprochen. Allerdings sollte im Vertrag genau festgelegt werden, welcher Stunden- oder Tagessatz für den Einsatz vereinbart wurde. Eine weitere Unterscheidung erfolgt zwischen dem Remote- oder vor Ort-Einsatz, falls sich Ihre Stunden- oder Tagessätze in diesem Zusammenhang unterscheiden.

Laufzeit bzw. Umfang des Projekts

Auch wenn der Kunde eventuell nicht genau sagen kann, welche Laufzeit und welcher Umfang für das Projekt festgelegt werden kann, sollten dazu dennoch Informationen im Vertrag hinterlegt sein. Vor allem für Sie als Freelancer, der seine Folgeprojekte bereits im Voraus planen muss und dafür Anhaltspunkte für die Laufzeit und den Umfang benötigt, ist dieser Punkt besonders wichtig. Sollte der definierte Umfang nicht ausreichen, können Sie diesen im Laufe des Projekts aufstocken.

Projektende und möglicher Folgeauftrag

Das Projekt wird in absehbarer Zeit beendet und Sie sind sich nicht sicher, ob es ein Folgeprojekt geben wird oder ob der Kunde Sie in anderen Bereichen im Unternehmen einsetzen möchte?

Unser Tipp: sprechen Sie das früh genug an. Sie als Experte können proaktiv eine Einschätzung geben, an welcher Stelle noch Bedarf bestehen könnte. Sollte dies nicht der Fall sein und der Einsatz wird bei diesem Kunden abgeschlossen, können Sie sich zeitnah um andere Projekte im Anschluss kümmern.



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